25 in 22

"I don’t know about you, but I’m feeling twentytwentytwo"

Actually twenty-five, but we‘re talking about the new year here actually.

Any plans? Me? Yes.

Since my life went all the way downhills, while I was actually planning to live somewhere uphill in, for example, LA maybe at this age… fact is, I don‘t. I‘m exactly where I do not wanna be.

I‘m working a job I absolutely hate. I‘m pretty good at it tho, but that‘s not the point.

I‘d prefer to say I am broke, but I am more than just that.

Being financially unstable because of a shopping addiction, which occurred after my (now ex)-boyfriend raped me several times and I just could not feel safe in ANY clothing I owned at this time, made me buy so much, too much, new stuff. It has been the same procedure everytime, as soon as I received a parcel (sometimes up to 4 a day): happiness, unboxing, feeling safe in my new clothes, overthinking, thinking since he touched my skin - my skin is now touching these new clothes - making me think he also touched them; ripping them off, ordering something new. Everyday, for almost 2 years straight.

Becoming a shopping-addict was clearly the only addiction that made sense for me.

Fashion has always been on my mind. Fashion is my way to express who I am nor how I feel.

It feels like a weapon. It is my weapon. Thinking about that time when Rihanna said „She can beat me, but she cannot beat my outfit.“

Anyways, why is that actually? Why is fashion my first and last love?

I stutter. It started when I was 4 years old. Long story short; it hurts.

It hurts when you‘re simply not able to say what you want to say, just because something in your head, throat, i don’t even know, is making you feel and telling you that you just cannot.

Speaking my mind? Why? I mean h o w? I can‘t. Telling a 5 second joke? Give me 5 minutes.

I‘m able to make fun of my stutter, I really am and I really do that a lot. But it does not change the fact, that speaking hurts. I have so much on my mind. It‘s kinda crazy that my head did not explode. Yet.

To know so many things, to be smart, to be thoughtful, to talk to strangers and just not being able to do/show so, is breaking my heart.

But at the same time, it‘s okay.

It makes me who I am and I also think it makes me special in some kind of way.

I don‘t always need to be heard, but I need to be seen. I want to be seen.

I want to show you my world, my fashionable world.

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german



"I don’t know about you, but I’m feeling twentytwentytwo"

eigentlich fünfundzwanzig, aber wir reden hier vom jahreswechsel. irgendwelche pläne? ich? oh ja. da mein leben schon etwas länger bergab geht, während ich eigentlich vorhatte, irgendwo ganz anders zu sein an diesem zeitpunkt, zum beispiel in LA, ... tatsache ist, ich tue es nicht. ich bin genau dort, wo ich nicht sein möchte. ich arbeite in einem job, den ich absolut hasse. ich bin ziemlich gut darin, aber darum geht es nicht. ich würde auch lieber sagen, ich bin pleite, aber ich bin mehr als nur das. finanziell instabil zu sein aufgrund einer kaufsucht, die auftrat, nachdem mich mein (jetzt ex-)freund mehrmals vergewaltigt hatte und ich mich in KEINER Kleidung, die ich zu dieser zeit besaß, sicher fühlen konnte, veranlasste mich, so viel, zu viel, neue sachen zu kaufen. es war jedes mal die gleiche prozedur, sobald ich ein paket erhalten habe (manchmal bis zu 4 am tag): freude, auspacken, sicher fühlen in meinen neuen kleidern danach: überdenken, nachdenken, nachdenken darüber, dass seitdem er meine haut berührt hat – meine haut jetzt automatisch auch diese neuen kleider berührt – was mich glauben gelassen hat, dass er sie auch angefasst hat; kleidung also abreißen, etwas neues bestellen. jeden Tag, seit fast 2 Jahren am stück. shopping-süchtig zu werden war eindeutig die einzige sucht, die für mich sinn machte. mode hat mich schon immer beschäftigt. mode ist meine art auszudrücken, wer ich bin und wie ich mich fühle. es fühlt sich an wie eine waffe. es ist meine waffe. kennt ihr den spruch von rihanna „sie kann mich schlagen, aber sie kann mein outfit nicht schlagen.“? ja, genau so fast exakt das mein ich. wie auch immer, warum ist das eigentlich so? warum ist mode meine erste und letzte liebe? ich stottere. es fing an, als ich 4 jahre alt war. um es kurz zu machen; es tut weh. es tut weh, wenn du einfach nicht sagen kannst, was du sagen willst, nur weil etwas in deinem kopf, deiner kehle, ich weiß nicht einmal genau wo, dich fühlen lässt und dir sagt, dass du es einfach nicht kannst. meine meinung sagen? wie? ich meine, wie? ich kann nicht. einen 5-sekunden-witz erzählen? gib mir 5 minuten. ich kann mich über mein stottern lustig machen, wirklich und das mache ich echt oft. das ändert aber nichts daran, dass sprechen weh tut. ich habe so viel im kopf. es ist irgendwie verrückt, dass mein kopf nicht explodiert ist. naja noch nicht zumindest. so viele dinge zu wissen, klug zu sein, nachdenklich zu sein, mit fremden zu sprechen und es einfach nicht tun/zeigen zu können, bricht mir das herz. aber gleichzeitig ist es okay. es macht mich zu dem, was ich bin, und ich denke auch, dass es mich in gewisser weise zu etwas besonderem macht. ich muss nicht immer gehört werden, aber ich muss gesehen werden. ich möchte gesehen werden. ich möchte euch meine welt zeigen, meine modische welt.

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